Gemeinsame Suchmaschine für alle US-Gehiemdienste

Mike McConnell23.01.2009 Die USA besitzen 16 Geheimdienste. Jeder einzelne Dienst arbeitet mit einer schier riesigen Menge an Daten um seiner Aufgabe nach zugehen. Der Informations- transfer zwischen den einzelnen Behörden findet dabei nur sehr träge, wenn überhaupt statt. Dieses Dilemma wurde als eine entscheidende Schwachstelle erkannt und auch als einer der Gründe genannt warum die Anschläge vom 11. September stattfinden konnten. So wurde daraufhin die oberste Geheimdienstbehörde geschaffen, das DNI (Director of National Intelligence).

Deren nun scheidender Chef Mike McConnell hat, um dieses Dilemma zu beseitigen das Information Integration Programm gestartet. Ziel ist es dabei die Datenbanken und Informationen derart zusammen zuführen, daß sie wie ein gemeinsames Intranet der Behörden durchsucht werden können. Also alle Behörden einen gemeinsamen Stand haben. Abgesehen vom finanziellen Aufwand, der in die Milliarden gehen wird, wird ein Stolperstein bei diesem Projekt auch die Zusammenarbeit der Geheimdienste selbst sein. Denn die verbergen ihr Wissen gerne vor den anderen, gehtes dabei doch auch um Machtpositionen der mächtigen Chefs.Dennis C. Blair

Auch der nachfolger von McConnell, der von Obama nominierte Dennis Blair will an diesem Vorhaben festhalten und stellte klar, das dieses Vorhaben auch für Ihn eine hohe Priorität besitzt. das angestrebte Intranet soll womöglich schon bis Ende des jahres nutzbar sein.

Desweiteren soll es für die sechs größten Geheimdienste, darunter CIA, NSA und FBI schon bald ein gemeinsames Mailsystem geben. Bislang ist es Mitarbeitern unterschiedlicher Behörden nämlich nicht ohne weiteres möglich miteinander per Mail zu kommunizieren. Die restlichen zehn Behörden sollen bis 2010 an diesem Mailsystem angeschlossen sein.